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| Photogröße: |
1167 x 1070 Pixel |
| Druck (72dpi): |
41.2x37.7 cm |
| Druck (300dpi): |
9.9x9.1 cm |
| Datum: |
03.Nov.2008 |
| Zugriffe von MP'lern: |
6 |
| Zugriffe insgesamt: |
274 |
| Downloads: |
0 |
| Postkarten: |
0 |
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| S E E M A N N S G A R N ??? |
| von derRüganer |
Kaffee für den Kommandanten
Oberleutnant I. war Kommandant eines MLR-Schiffes vom Typ "Habicht", woran der maritim interessierte Leser unschwer erkennen wird, daß sich die Geschichte, von der hier die Rede sein soll, in einer Zeit zugetragen hat, als eine Teilstreitkraft der NVA noch den Namen "Seestreitkräfte" trug und man die Habichte schlicht MLR-Boote nannte.
Der Kommandant war ein hervorragender Erzieher und ein erstklassiger Seemann - hatte aber auch seine Marotten.So liebte er den Kaffee, stark und süß und ließ sich vom Smut des öfteren eine Tasse des edlen Tranks auf die Brücke bringen.Daran knüpfte er aber - und eben das war seine Marotte - folgende Bedingungen:
1.Die Tasse mußte randvoll sein.
2.Auf der Untertasse mußten 3 Stück Zucker liegen.
3.Es durfte nichts übergeschwappt und der Zucker mußte trocken sein.
Der Smut - ich weiß nicht mehr, war es ein besonders fixer Junge oder ein kaffeeumgangsgewohnter Sachse - löste diese schier unmögliche Aufgabe immer mit Bravour, einerlei, ob spiegelglatte See oder Seegang herrschten, ob das Schiff vor Anker lag oder Fahrt machte.
Nun nehmen aber auch Köche Urlaub und während dieser Zeit hatte der Kommandant ständig Gelegenheit zur Kritik an dessen Stellvertretern.Entweder war die Tasse nur halbvoll oder durch Seewasser aufgefüllt, der Zucker über Bord gegangen oder total naß.
Alle Vertreter des Smut nahmen die Anranzer schicksalergeben hin, bis auf einen jungen Matrosen.Der fragte den Smut nach dessen Rückkehr aus dem Urlaub nach dem Geheimnis seines Erfolges.
Der Smut verriet es ihm aber erst, als er von Bord Abschied nahm:"Paß auf, mien Jung", sagte er, "ich mache die Tasse voll Kaffee.Dann stecke ich den Zucker in die Hosentasche und die Untertasse in den Kulani.Bevor ich losgehe, nehme ich aus der Tasse einen kräftigen Schluck, den behalte ich im Mund.Dann nischt wie `rauf auf die Brücke.Vor dem Schott dann: Untertasse aus dem Kulani, Zucker aus der Hosentasche und auf die Untertasse.Dann vorsichtig und langsam den Schluck Kaffee aus dem Mund wieder in die Tasse und zackige Meldung auf dem HGS..."
Dem Kommandanten hat man allerdings dieses Geheimnis gefühlvoll verschwiegen. |
Ich möchte offene und konstruktive Kritik und damit verbundene Verbesserungsvorschläge. |
| Schlüsselwörter: Tampen, Tau, Rolle, aufschießen, Garn, Seemannsgarn |
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von Gernot 03.Nov.2008 11:39
Ein tolles Bild mit einer noch besseren Geschichte dazu.
Frage: Warum ist das Seil nicht mit den einzelnen Litzen geschlagen, hat das es so eine höhere Festigkeit?
Gruß Gernot |
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von Becky 03.Nov.2008 11:48
Ihhh-das hätte ich auch verschwiegen.
Er wird seine Gründe gehabt haben!
Tolles Foto!!!
So on, Becky  |
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von AlteFregatte 03.Nov.2008 12:12 Bearbeiten
Herrlich, Wolfgang! Natürlich zunächst die Geschichte ("Habicht" war weit vor meiner Zeit), ich denke, da kann fast jeder Seemann noch was dazuspinnen (z.B. gibt es auf jedem Schiff in einer riesengroßen sehr, sehr schweren Kiste auch eine Stimmgabel für die Schiffssirene, und fast jeder junge Matrose hat diese Kiste schon geschleppt...).
Aber auch Dein Foto ist für mich sehr interessant und aufschlussreich. Gefällt mir.
Es handelt sich beim Tauwerk möglicherweise um quadratgeflochtenes Tauwerk (oft Nylon) - und damit nicht so starr wie andere Taue und auch wesentlich dehnbarer.
LG Harald  |
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von derRüganer 03.Nov.2008 19:05
@ Gernot, dieses speziell vierkant-geflochtene Tauwerk wird für Festmacherleinen gefertigt und es dämpft die Bewegungen des Schiffes, damit es im Seegang möglichst ruhig liegt.Durch diese Flechtart wird eine hohe Dämpfung erzielt und es ist auch handlicher.
Das stimmt Harald, die Habichte gab es lange vor Deiner Zeit, die ersten 2 MLR-Schiffe wurden 1952 auf der Volkswerft Stralsund gebaut, sie waren ca. 59 m lang, weitergebaut wurden sie dann auf der Peene-Werft Wolgast und waren 65,15 m lang, da das Achterdeck für die Sperrgasten verbessert wurde.
Das mit der Kiste kenne ich auch 
derRüganer |
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von UlrikeA 04.Nov.2008 07:36
Perfekt aufgenommnes Detail, in der Farbe passend zum Kaffee Deiner witzigen Geschichte!
Liebe Grüße Ulli  |
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EXIF Daten
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA Picasa 2.7 Hersteller: KONICA MINOLTA Modell: DYNAX 7D Belichtungszeit: 1/500 Sekunde Blende: F/5.6 Belichtungsprogramm: Programmautomatik ISO Wert: 100 Aufnahme,Datum und Zeit: 16.05.2008 10:38:12 Belichtungsabweichung: 0 EV Maximaler Blendenöffnungswert: F/4.5 Belichtungsmessung: Multi-Segment Licht: unbekannt Blitz: Blitz nicht ausgelöst Brennweite (Objektiv): 35 mm Farbraum: Adobe RGB Belichtungsmodus: Automatisch Weißabgleich: Automatisch
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| Photoserie: " M A R I T I M E S "
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