| Photogröße: |
1200 x 1023 Pixel |
| Druck (72dpi): |
42.3x36.1 cm |
| Druck (300dpi): |
10.2x8.7 cm |
| Datum: |
17.Feb.2008 |
| Zugriffe von MP'lern: |
3 |
| Zugriffe insgesamt: |
527 |
| Downloads: |
2 |
| Postkarten: |
0 |
|
|
| T R A M P E L T I E R ( Camelus ferus ) |
| von derRüganer |
Wohl jeder denkt beim Stichwort "Kamele" zuerst an die beiden höckertragenden Großkamele der Alten Welt, und man erinnert sich vielleicht erst mit Mühe an die neuweltlichen Kleinkamele.Von ersteren werden ausschließlich, von letzteren überwiegend Haustierformen gezeigt, Haustiere allerdings, die keinen Stall kennen.Möglicherweise stammt auch das Dromedar vom Wilden Trampeltier ab, das noch in einer kleinen Restpopulation im mongolisch-chinesischen Grenzgebiet lebt.Die Kleinkamele blieben auch als Haustiere auf Südamerika beschränkt, während das Dromedar in Südeuropa, im südlichen Afrika, in Nordamerika und Australien eingeführt wurde und auch verwilderte.
Man nennt die lang- und schlankbeinigen Kamele auch Schwielensohler.Über ihren dritten und vierten Zehen, die nur kleine Hufe tragen, haben sich aus einem dicken Bindegewebspolster und Hornschwielen charakteristische Sohlen gebildet.Sie gehen in schaukelndem Paßgang, und wie auch anderen Paßgängern fehlt ihnen eine Spannhaut zwischen Oberschenkel und Bauchhaut.Das Fell ist wollig, die Zahl der Grannenhaare bleibt gering.Weitere Kennzeichen sind die gespaltene Oberlippe und die eigentümliche Liegehaltung, mit der die Schwielenbildung an Brust und Beingelenken der Großkamele zusammenhängt.Kamele sind Bewohner der offenen Landschaft, die sich auch extremen Lebensbedingungen (z.B.Hochgebirge und Wüste) angepaßt haben.Ihre oft kärgliche Nahrung - Gras, Kräuter, Zweige und Laub - kauen sie wieder.In der Brunstzeit weden die Hengste (die man deswegen oft einzeln hält) aggressiv.Die Großkamele, die beißend und schlagend angreifen, bilden dann auch für Menschen eine Gefahr.Die Paarung erfolgt im Liegen.Eigentümlich ist es, daß das Pflegeverhalten der Kamelmütter erst durch das Aufstehen des Fohlens ausgelöst wird; weder werden die Fruchthäute entfernt, noch das Junge trockengeleckt.
Vor allem Kleinkamele können bei Reizung Speichel und stinkenden Magensaft spucken.Anlegen der Ohren bei erhobenen Kopf und eine Serie von Grunzlauten sind Warnzeichen, die man nicht mißachten sollte.Alle Kamele sind winterhart und benötigen keine Stallheizung.
Das TRAMPELTIER (Camelus ferus) ist in seiner asiatischen Heimat nicht nur großer Hitze, sondern auch schneidender Kälte ausgesetzt und darum im Winter viel langhaariger als im Sommer.Da das Abstoßen des Winterhaares fleckenweise erfolgt und lange Zeit in Anspruch nimmt, kann man sich leicht von dem Unterschied überzeugen.An Kinn, Hals Schultern, Nacken und Keulen trägt das Trampeltier Mähnen.Seine großen, oft überkippenden Höcker speichern Reservefett in einer Weise, die einer Überhitzung (zu der es bei einem Rundum-Polster käme) vorbeugt.Wie bei vielen Haustieren ist die Färbung variabel.Als Trag-, Reit- und Zugtier sowie wegen Fleisch, Milch, Wolle und Mist (als Brennstoff) wird es seit etwa 5000 Jahren gehalten.Das Wildkamel, das weniger große Höcker besitzt, lebt in kleinen, von Hengsten geführten Familientrupps.
In wüstenhaften Gebieten von Nordafrika bis Nordwestindien nimmt - ebenfalls seit Jahrtausenden - das Dromedar (Camelus dromedarius) die Stelle des Trampeltieres ein.Es ist kurzhaariger und nicht nur in der Färbung, sondern auch in der Gestalt variabel, denn man hat spezielle Reit- und Lastkamele gezüchtet.Man kann es übrigens mit dem Trampeltier kreuzen; das Ergebnis wird TULU genannt... |
Ich möchte offene und konstruktive Kritik und damit verbundene Verbesserungsvorschläge. |
| Schlüsselwörter: Kamel, Trampeltier, Schwielensohle, Tierpark, Cottbus, Lausitz |
|
|
|
von Gernot 17.Feb.2008 18:43
Das Tierchen hast du super Scharf fotografiert, und das Bild perfekt gestaltet.
Die Beschreibung übertrifft wieder jedes Biologie Buch.
Gruß Gernot |
|
von Fergy 17.Feb.2008 19:30
Die Qualität sowie der vorzügliche Schnitt unterstützen die Wirkung des ohnehin gelungenen Fotos.
Grüße Fergy |
|
von kramer 17.Feb.2008 20:06
Schnitt und Schärfe sind wieder vom Allerfeinsten. Gefällt mir sehr gut. Danke für Deine Info.
Gruß Reinhard |
|
EXIF Daten
Hersteller: KONICA MINOLTA Modell: DYNAX 7D Belichtungsmodus: Automatisch Weißabgleich: Automatisch Belichtungszeit: 1/125 Sekunde Blende: F/6.3 Belichtungsprogramm: Programmautomatik ISO Wert: 125 Aufnahme,Datum und Zeit: 08.02.2008 12:46:17 Belichtungsabweichung: 0 EV Maximaler Blendenöffnungswert: F/6.3 Belichtungsmessung: Multi-Segment Licht: unbekannt Blitz: Blitz nicht ausgelöst Brennweite (Objektiv): 500 mm Farbraum: Adobe RGB
|